Prof. Dr. Wolf Singer - Der Blender von Frankfurt

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Was Prof. Dr. Wolf Singer in seinem Laboratorium mit den Affen anstellt. Flugblatt der Tierversuchsgegner Bundesrepublik Deutschland e.V.


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Prof. Dr. Wolf Singer: »Ein Wolf im Schafspelz«

Prof. Dr. Wolf Singer ist Direktor beim Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt. Seine »Studien« auf diesem Gebiet sind beispielhaft für weltweit durchgeführte Eingriffe in den Schädel unzähliger Tiere. Wir wollen einige seiner Versuche schildern, von denen er behauptet, daß die »Belastung« der Tiere »in der Regel geringer ist als bei Kastrationen und Sterilisationen von Haustieren«:

Katzen im Alter von drei bis fünf Wochen wurden betäubt und in einem sogenannten stereotaktischen Rahmen fixiert, um völlige Bewegungslosigkeit herzustellen. Durch Bohrlöcher im Schädel führten Singer und Team 27 Kanülen in die Hirnrinde ein. Die Nadelspitzen befestigten sie mit Dentalzement am Schädel. Nach Hartwerden des Dentalacryls und Zunähen der Kopfhaut schälten die Vivisektoren gleichzeitig den Katzenbabies ein Auge aus. Das Augenlid wurde beschnitten und mit einer Naht verschlossen. Die Tiere (falls sie überlebt haben) wurden in diesem Zustand wochenlang beobachtet. Es ist allgemein bekannt, daß die Versuchstiere nach derartigen Operationen unter heftigen Wundschmerzen und Entzündungen zu leiden haben. Für »physiologische Aufzeichnungs-Sitzungen « erhielten die jungen Katzen erneut Betäubung, vollständige Lähmung sowie künstliche Beatmung.

Nach Beendigung jeder »Sitzung« wurde den Tieren eine Überdosis Nembutal verabreicht, und ihr Blut gegen eine Fixierlösung ausgetauscht. Da gute Gewebe-Präparate am »lebenden Objekt« vorgenommen werden müssen, ist anzunehmen, daß für weitere Untersuchungen ein Austausch Blut gegen Formalin bei lebendigem Leibe erfolgte. Das entfernte, gefriergeschützte Hirn der Katzen wurde zerschnitten, gefärbt und mikroskopisch untersucht,» um das Ausmaß der Schädigung durch die Infusionskanülen abzuschätzen und um die EleLtrodenbahnen – wenn möglich - wiederzufinden«. Abgesehen von der ungeheuren Brutalität eines solchen Eingriffs kommt es einem wie ein dummer Jungenstreich vor, daß ein derart aufwendiges Experiment betrieben wird, nur um etwas »abzuschätzen« oder (eventuell) »wiederzufinden«.

In einem weiteren Versuch, diesmal mit erst zwei Wochen alten Kätzchen, entfernte man u.a. eine Knochenplatte, öffnete die Hirnhaut und durchtrennte entweder eine bestimmte Hirnwindung mittels Rasierklinge oder saugte einen breiten Streifen des Hirngewebes ab (»Unter beiden Bedingungen zielten wir auf Schädigungen ab, die alle Hirnschichten umfaßten«). Zwecks Verhinderung erneuten Wachstums von Fasern über der Schadstelle wurden Teflonstücke mit Gewebeleim an der weichen Hirnhaut befestigt. Nach Schließung des Schädelbohrlochs klebten die »Hirnexperten« den Knochenlappen mit Gewebeleim und Dentalzement in seine ursprüngliche Position. Nach fünf bis acht Wochen wurden die kleinen Katzen erneut anästhesiert, eine Metallstange am Schädel festzementiert, vollständig gelähmt und nach »45 Minuten visueller Stimulation« eine tödliche Dosis injiziert.

Mit solchen Schlachter-Methoden kommen die Vivisektoren nie hinter die Geheimnisse des Lebens und enträtseln schon gar nicht das wunderbare Wahrnehmungsvermögen der Katze, geschweige, daß sie für den körperlich, seelisch, geistig anders beschaffenen Menschen etwas Sinnvolles herausfinden. Die experimentierenden Medizintechnokraten erweisen sich als Stümper, die alle Tiere dieser Welt an Geräte anschließen können und doch nur dem Instrument entsprechende Werte erhalten. Verstümmelte, ihres Augenlichts beraubte Katzen mißbrauchen sie als Meßskala. Singer ist ja noch nicht einmal bereit, gewisse Unterschiede zwischen Katzen- und Menschenauge einzuzugestehen. Die nachtaktive, anatomisch völlig anders geartete Katze kann kein Modell für uns sein. Das gilt auch für alle anderen Tierspezies. Insofern betätigen sich Singer et al. in zweifacher Hinsicht als Blender.

Widmen wir uns noch einem anderen Experiment, das Singer in Zusammenarbeit mit Andreas K. Kreiter durchführte, der jetzt sein Wirken an die Uni Bremen verlegt hat und wegen seiner grausamen Affenversuche negative Schlagzeilen machte:

Zwei Affen wurden betäubt und künstlich beatmet. Mit Stahlschrauben und Dentalzement wurde ein Kopfhalter auf dem Schädel montiert, eine Meßkammer in das Schädeldach und Meßelektroden in das Gehirn implantiert. Bewegungen des Auges erfaßte man mit einem Infrarotsystem. Die Affen befinden sich in wachem Zustand in einem sog. Primatenstuhl und müssen Lichtreize auf einem Bildschirm fixieren. Wenn das Tier einen Knopf bei Erscheinen des Lichtpunktes gedrückt hat, erfolgte eine Belohnung mit einem Tropfen Fruchtsaft. Nachdem die Messungen durch die erste Meßkammer beendet sind, wird für weitere Untersuchungen ein Zylinder über der anderen Hirnhälfte implantiert. Hierzu meint Singer:

»Der beste Beweis dafür, daß die Tiere diese Versuche nicht als unangenehm empfinden, ist, daß zum Beispiel die Affen freiwillig in den Stuhl klettern, in dem sie während des Experimentes sitzen. Die Versuchsanordnung schließt aus, daß die Tiere bei den Untersuchungen Schaden nehmen, und die Art des Vorgehens macht es möglich, mit einem einzigen Tier mehrere Jahre hindurch zu arbeiten. «

Einen ganz anderen Eindruck vermittelt die Beschreibung des Fernsehjournalisten Matthias Welp, der bei einem Kollegen Singers filmen durfte, allerdings mit der Auflage strikter Anonymität. Später stellte sich der Name des Experimentators heraus: Klaus-Peter Hoffmann von der Ruhr-Universität Bochum:

»Beton, Stahl, Plastik, Glas, Keramik, PVC, Gummi, Elektronik, Neonlicht: Das ist seine Welt. Forscher in weißen Kitteln rollen den Affen in einer quaderförmigen Box aus dickem Plexiglas den langen Flur hinunter in einen Versuch. Die Rollbox ist nur menschenbeinhoch, so daß die mächtigen Männerkörper bedrohlich über ihm schweben. Nur sein Kopf ist oberhalb der schräggestellten Trennscheibe. Arme und Körper müssen darunter bleiben. Seine Füße stehen auf stählernen Rollen. Der Affe macht abrupt eine halbe Drehung. Er legt den Kopf zurück und dreht den Blick. Seine Augäpfel klappen hoch und runter. Die starken Wimpernhaare zucken mit. Die Ohren schieben sich vor und zurück. Er zittert. Seine langgliedrigen Hände greifen um das Plastik, schnappen und schlagen dann verzweifelt. Eine Hand reckt sich nach oben, aber der Affe kann seinen Kopf nicht erreichen, nicht anfassen. Wieder eine schlagartige Kehrtwendung. Vor ihm ein Computerschirm mit einem blauen Quadrat. Hilfesuchender Blick über die Schulter zu den menschlichen Stimmen. Keine Geste, keine Beruhigung.«

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Dieser Text über Prof. Dr. Wolf Singer wurde veröffentlicht als Flugblatt
Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis von Rainer Gaertner, 1. Vorsitzender


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