Covance Münster

Aus Tierversuchsgegner

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Tierversuche bei Covance Münster

Mitten unter uns: Angst, Leid und gewaltsamer Tod von tausenden Primaten-Affen im Auftragslabor Covance in Münster.

forschungslabor-covance-aussenansicht.jpg
Covance Laboratories Münster, Außenansicht (Foto: ZDF/Frontal21)

Covance Laboratories GmbH
Kesselfeld 29
48163 Münster
Tel: 0251 / 9798-0
Angestellte: 151
Anzahl der Tierräume: 59
Schwerpunkt: Reproduktionstoxikologie / Primatentoxikologie



COVANCE LABORATORIES betreiben südlich von Münster (Westfalen, NRW) eines der grössten privaten Tierversuchslabore Deutschlands. COVANCE, mit Hauptsitz in Princeton, New Jersey (USA), ging 1997 aus der Umbenennung des Corning Pharmakonzerns (vielen auch unter Hazleton bekannt) hervor und ist eine der führenden Firmen im Bereich der Vertragsforschung und Versuchstierzucht.


primatenstuhl.jpg
Affe im »Primatenstuhl«
(nicht bei Covance)

Vertragsforschung bei Covance

Als Auftragslabor führt COVANCE alle möglichen Tierversuche für die Pharma-, Chemie- und Lebensmittelindustrie durch. Unter den Auftraggebern sind z.B. Pfizer, Merck, Hoffmann La Roche.

Mit einem Jahresumsatz von 495 Millionen Dollar und 7100 Angestellten in 17 Ländern behaupten sie von sich selbst, die Größten in diesem Bereich zu sein. COVANCE betreibt neben dem Labor in Münster noch 5 weitere Tierversuchslabore in USA und Großbritannien, in denen im Bereich der präklinischen Forschung »Routineversuche« gemacht werden: toxikologische Tierversuche wie LD50, Draize-Test, Tierversuche zur Untersuchung von krebsauslösenden, erbgutverändernden, fruchtschädigenden Eigenschaften. Das Labor in Münster ist auf Vergiftungsversuche an schwangeren Affen spezialisiert. Genehmigungsverfahren gibt es bei solchen Versuchen nicht, da sie nur anzeige-, aber nicht genehmigungspflichtig sind.

Bei Covance werden rund 1.500 Affen, hauptsächlich Javaneraffen, Rhesusaffen und Pinselohraffen gehalten (Quelle: Westfälische Nachrichten 21.2.2002)

Javaneraffen und Rhesusaffen gehören zur Gattung der Makaken (Macaca) aus der Familie der Meerkatzen. Sie kommen in Südostasien vor. Pinselohraffen gehören zur Gattung der Marmosetten (Callithrix) aus der Familie der Krallenaffen. Es sind kleine, in Südamerika beheimatete Äffchen mit büschelartigen Haaren an den Ohren.

Die Tiere werden in 80x80 cm kleinen Metallgitterkäfigen über mehrere Monate gehalten (Quelle: Münstersche Zeitung 21.2.2002).

Die Javaner- und Rhesusaffen werden in China, Vietnam und auf Mauritius gezüchtet (Quelle: Münstersche Zeitung 21.2.2002). Die Pinselohräffchen stammen aus dem Strassburger Primatenzentrum.

Jedes Jahr werden rund 1.000 Affen im Rahmen von Covance bei Tierversuchen getötet (Quelle: Münstersche Zeitung 21.2.02). Damit »verbraucht« Covance fast die Hälfte aller in Deutschland zu Versuchszwecken verwendeten Affen. Im Jahr 2001 wurden in Deutschland 2.115 Affen in Versuchen getötet (Quelle: Tierschutzbericht 2001 der Bundesregierung, Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft).

Covance Münster beschäftigt 180 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 18 Millionen Euro (Quelle: Münstersche Zeitung 21.2.2002).

Versuchstierzucht bei Covance

Versuchstierhändler COVANCE bietet nicht nur Tierversuche an, sondern handelt auch mit Versuchstieren unter dem Namen COVANCE RESEARCH PRODUCTS (CRP): Hunde, Affen, Katzen, Meerschweinchen, Ratten, Mäuse und Kaninchen sind bei COVANCE nach Menge, Alter und Gewicht zu bestellen. COVANCE ist in Amerika einer der größten Importeure von Primaten (in den letzten 5 Jahren wurden von ihnen ca. 14000 Primaten zum Großteil aus China und Vietnam importiert). Die meisten jedoch stammen aus eigener Zucht. Sie sind der weltweit grösste Züchter für Laborhunde. CRP, mit Hauptsitz in Denver, betreiben 2 Hundezuchten, eine Kaninchenzucht und 2 Primatenzentren. Katzen werden aus Kolumbien importiert.


Chronologie der Ereignisse bei Covance

17.05.2005: Verdeckte Ermittlung bei Covance in Vienna (Virginia, USA)

Eine verdeckte Ermittlung bei Covance in Vienna (Virginia, USA) über 11 Monate, deckt mehrfache Verstöße gegen das Tierschutzgesetz auf. Affen werden immer wieder gewürgt, geschlagen und sind ohne tierärztliche Versorgung; PETA reicht 273 Seiten umfassende Beschwerdeschrift bei der USDA ein.


11.04.2005: Deutsche Presse hat keine Covance-Berichte online

ver.di bemerkte es zuerst mit Befremden: In den Publikationen ganzer Verlagsriesen ist das Thema Covance seit Monaten verschwunden, und in den Zeitungsarchiven ist keine Spur von Berichten über Covance. Hier der Beweis!

Die einzige Zeitung in Deutschland, die überhaupt und sogar regelmäßig über Covance berichtet, ist die tageszeitung (taz)!


November 2004: Covance bedrängt kritische Journalisten

Das Tierversuchslabor Covance macht noch immer Druck gegen Bildveröffentlichungen, Reporter und Journalisten werden bedrängt - die Gewerkschaft ver.di sieht zurecht die Pressefreiheit in Gefahr.


22.9.2004: ZDF/Frontal21 feiert »Sieg für die Pressefreiheit«

Frontal21 berichtete am 9.12.2003 (»Tierversuche für den Profit«) und am 16.12.2003 (»Tierversuchslabor droht Schließung«) über Tierversuche an Affen im Münsteraner Forschungslabor der Firma Covance. Die Beiträge lösten Diskussionen aus und führten auch zu juristischen Auseinandersetzungen.

Doch zwischenzeitlich hat »Frontal 21« - im Untertitel »kritisch, investigativ, unerschrocken« - alle Online-Inhalte zum Thema Covance aus dem Netz genommen.


21.7.2004: Filmaufnahmen dürfen gezeigt werden

- so entschied das OLG/Oberlandesgericht Hamm in einem Urteil (Az.: 3 U 77/04, rechtskräftig) über die Zulässigkeit der Verbreitung von unzulässig beschafftem Filmmaterial über Tierversuche.

Der Münchner Journalist ######### ##### darf die wesentlichen Sequenzen seiner heimlich hergestellten Filmaufnahmen aus dem Münsteraner Tierversuchslabor Covance weiter öffentlich zeigen. Dies entschied am 21. Juli 2004 der 3. Zivilsenat des Oberlandesgerichts in Hamm. Der Senat korrigierte damit ganz wesentlich eine Entscheidung des Landgerichts Münster aus dem Februar 2004, das ##### und anderen unter Androhung hoher Geldstrafen kategorisch verboten hatte, die Filmaufnahmen in der Öffentlichkeit weiter zu verbreiten. Die Aufnahmen waren im Dezember 2003 im ZDF-Magazin „Frontal 21“ zu sehen. Im Vorfeld des Prozesses hatte sich der Journalist und Autor Günter Wallraff mit ##### solidarisiert.

Das Gericht hat ausgeführt, dass die Verbreitung rechtswidrig erlangter Informationen nicht nur zulässig sind, wenn besonders grobe Verstöße oder positiv festgestellte rechtswidrige Verhaltensweisen offen gelegt werden, sondern auch wenn ein besonderes öffentliches Interesse an der Aufdeckung von Missständen unterhalb der Schwelle der Rechtswidrigkeit besteht, wenn es sich also um einen Beitrag zum Meinungskampf handelt, der die Öffentlichkeit besonders interessiert. Dies hat das Gericht dem Journalisten und einer Tierschutzaktivistin zugestanden, nicht aber dem Verein Die Tierbefreier aus Hamburg, der in der Vergangenheit die Grenzen des geistigen Meinungskampfes nicht ausreichend gewährleistet habe.

Filmaufnahmen dürfen gezeigt werden


21.5.2004: Einstweilige Verfügung des Schweizer Bezirksgericht aufgehoben - Fotos und Videos gehen wieder online in der Schweiz!

Die Einstweilige Verfügung des Bezirksgerichts Münchwilen (Schweiz) wurde aufgehoben. Diese durch Covance erwirkte Verfügung vom 7.4.2004 hatte dem Verein gegen Tierfabriken (VgT) sowie der Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner (AGSTG) untersagt, Fotos und Videos aus dem Versuchslabor Covance zu veröffentlichen.


12.5.2004: Internet contra Medienzensur I

Eine Reihe von Internetseiten führt die Fotos aus dem Covance-Labor wieder, eine Internetsuche nach Covance Undercover findet die meisten.


12.5.2004: Internet contra Medienzensur II

Vorbemerkung: Antivivisektion e.V. / Tierversuchsgegner Rhein-Ruhr wurde durch Einstweilige Verfügung des Landgerichts Münster bei Strafandrohung von 250.000 EUR (ersatzweise 6 Monate Haft) untersagt, auf die Internetdomain vgt.ch des Schweizer Verein gegen Tierfabriken zu verlinken, solange dort Fotos, Videosequenzen und anderes Bildmaterial, das im Tierversuchslabor Covance aufgezeichnet wurde, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.

Der Präsident des VgT, Dr. Erwin Kessler schreibt auf der Website des VgT:

Covance hat europaweit verschieden Anwaltskanzleien angestellt, um Druck auf alle Tierschutzorganisationen zu machen, welche über die Tierversuche bei Covance in Münster berichten. Sie drohen mit Schadenersatzforderungen und kostspieligen Gerichtsverfahren. Auch Provider werden auf diese Weise eingeschüchtert. Mehrere Tierschutzorganisationen und Provider haben aus Angst vor dem Prozessrisiko dem Druck nachgegeben und ihre Covance-Seiten gelöscht.

[zu den Einstweiligen Verfügungen:]

Dieser superprovisorischen Zensur-Verfügung folgt nun ein jahrelanges Gerichtsverfahren.

Es ist diesem wirtschaftlich mächtigen Konzern, der nicht auf Gerichts- und Anwaltskosten achten muss, offenbar egal, ob der VgT schlussendlich - nach Jahren - vor dem Europäischen Gerichtsverfahren für Menschenrechte gewinnt, denn dank der politischen Justiz werden die skandalösen Zustände im Tierversuchslabor nun mindestens für ein paar Jahre unterdrückt.

Und nach Jahren kann Covance einfach behaupten, die Aufnahmen seien inzwischen veraltet.

Keine Tierschutzorganisation kann dann überprüfen, ob sich die Zustände tatsächlich gebessert haben, denn dass die Öffentlichkeit Einblick in das Elend der Versuchstiere erhält, ist fast schon eine Jahrhundert-Ausnahme.

Gewöhnlich können nur Vorzeige-Labors der Tierversuchsindustrie besucht werden. Was bei Firmen wie Covance im Auftrag auch der Schweizer Pharma- und Chemie-Industrie hinter verschlossenen Türen, in fensterlosen, gegen unerwünschte Besucher schwer gesicherten Räumen abgeht, bleibt der Öffentlichkeit sonst völlig verborgen.


27.4.2004: Rechtsgutachten zur Legalität der Covance-Medienzensur

Dr. Franz Riklin, Professor für Medienrecht an der Universität Freiburg (Schweiz), kommt in diesem Gutachten zum Schluß, daß die Einstweiligen Verfügungen, die zugunsten von Covance ergangen sind und die Veröffentlichung des bei Covance aufgenommenen Film- und Videomaterials untersagen, rechtswidrig sind.


19.4.2004: Spiegelseite 040126.htm des »Verein gegen Tierfabriken« VgT (Schweiz)

Dem »Verein gegen Tierfabriken« VgT (Schweiz) drohen durch Covance erwirkte Zensurmaßnahmen ihrer Website, denen wir diese Spiegelseite entgegensetzen wollen. Dort auch der Wortlaut der Einstweiligen Verfügung gegen VgT und AGSTG.


14.4.2004: Covance erwirkt Einstweilige Verfügung gegen den Schweizer Verein gegen Tierfabriken (VgT)

Damit wird dem VgT verboten, auf ihrer Internetseite Fotos aus dem Covance-Tierlabor zu veröffentlichen. VgT-Präsident Erwin Kessler hat mitgeteilt, er denke vorläufig nicht daran, der Einstweiligen Verfügung Verfügung Folge zu leisten.

Die Meldung erschien (wortgleich) in zahlreichen Zeitungen:


3.4.2004: Covance legt Beschwerde beim ZDF-Fernsehrat ein

Die vom Hoff Kommunikation GmbH ist echt jeden Cent wert: »Haltet den Dieb, er hat mein Messer im Rücken!«


14.3.2004: Schweizer Tierversuchsgegner dürfen Covance-Material veröffentlichen

Presseerklärung der Schweizer Tierversuchsgegner vom 14.3.2004, 20:18 Uhr:

Im Fall um die Zensur von Flugblättern und Videomaterial über die Tierversuche bei Covance hat das Genfer Gericht der AGSTG Recht gegeben:

Die Anklage des Tierfolterunternehmens Covance wurde in allen Punkten abgewiesen, dem Plädoyer des Anwalts der AGSTG, Jean-Pierre Garbade, wurde in allen Punkten zugestimmt. Die AGSTG darf sämtliches Material, auch jenes aus der Undercover-Recherche in Münster inclusive Videofilm, verbreiten und in der Schweiz öffentlich vorführen!

Dies ist ein grosser Erfolg der Tierversuchsgegner gegen Covance, der den deutschen Gerichten zu denken geben sollte... Wir hoffen, das Urteil des Genfer Gerichts hat Signalwirkung für die bevorstehenden Verhandlungen in Deutschland.

In den nächsten Tagen geht sämtliches zensiertes Material auf www.agstg.ch wieder online.

An der Demo für die Abschaffung der Tierversuche am 24. April 2004 in Basel kündigt die AGSTG die Vorführung des Films auf einer Grossleinwand an.

In Kürze kann das vollständige Urteil auf www.agstg.ch eingesehen werden.

Tierversuchsgegnerische Grüsse
Thorsten Tönjes
Aktionsgemeinschaft SCHWEIZER TIERVERSUCHSGEGNER
- Dachverband der Antivivisektion -
CH-9107 Urnäsch

Thorsten Tönjes - www.agstg.ch

Siehe auch Schweizer Gericht erlaubt Covance-Bilder - Indymedia, 14.03.2004


8.3.2004: Covance zensiert weiter: netzguerilla.org offline

Die Anwaltskanzlei von COVANCE, HOUTHOFF BURUMA (Amsterdam), mahnt nicht nur Hyperlinks auf das Under-Cover-Material ab, sondern auch einfache Texthinweise auf P2P-Tausch-Netzwerke wie eDonkey, weil dort Fotos und Videos der Tierversuche bei Covance eingespeist wurden.


6.3.2004: bundesweite Großdemo gegen Covance in Münster

Demo-Covance-20040306.jpg

3.3.2004: Covance erwirkt Einstweilige Verfügung gegen tierversuchsgegner.org

Das Landgericht Münster erließ am 3.3.2004 auf Antrag des Tierversuchslabors Covance Laboratories GmbH Münster, vertreten durch ihre Kanzlei ARCON Rechtsanwälte schmidt-sibeth heisse weisskopf kursawe, eine Einstweilige Verfügung gegen Antivivisektion e.V. / Tierversuchsgegner Rhein-Ruhr. Zitat aus dem Gerichtsbeschluß:

Dem Antragsgegner wird untersagt,

  1. Fotos, Videosequenzen und anderes Bildmaterial, das von Herrn ######### ##### auf dem Betriebsgelände der Antragstellerin aufgezeichnet wurde, der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, insbesondere das Film- und Fotomaterial auf seiner Website www.tierversuchsgegner.org zur Ansicht oder zum Herunterladen anzubieten.
  2. seine Website www.tierversuchsgegner.org mit anderen Websites, insbesondere den Websites
    • www.vgt.ch
    • www.petatv.com

zu verlinken, solange sich dort Kopien seiner Website finden und/oder das im Antrag zu I.1. bezeichnete Foto- und Filmmaterial der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird,

  1. auf seiner Website für die Bereitstellung von Spiegelservern für Covance-Material zu werben, um Kopien seiner Website mit dem im Antrag I.1. aufgeführten Bild- und Filmmaterial auf anderen Websites abzubilden,
  2. Kopien seiner Website mit dem im Antrag I.1. aufgeführten Bild- und Filmmaterial an Dritte weiterzugeben, damit diese das Bildmaterial und/oder Kopien seiner Website auf ihrer Website der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.


28.2.2004: Demo in Mettmann gegen vom Hoff Kommunikation GmbH, die PR-Agentur von Covance

Demo-vom-Hoff-20040228.jpg

25.1.2004: Telepolis : Post vom Versuchslabor - Tierversuchs-Multi Covance lässt seine Rechtsanwälte gegen Tierschützer von der Leine

Das Online-Magazin Telepolis berichtet u.a. über die Unterlassungserklärung von Covance gegen tierversuchsgegner.org


23.1.2004: Covance schickt Unterlassungserklärung an tierversuchsgegner.org

Die Covance Laboratories GmbH Münster forderte uns am 23.1.2004 durch ihre Kanzlei ARCON Rechtsanwälte schmidt-sibeth heisse weisskopf kursawe auf, bis 28.1.2004 alle Fotos und Videos der Tierversuche bei Covance von unserer Webseite zu entfernen.


27.12.2003: Fackelmahnwache bei Covance

Eine Fackelmahnwache von 18 bis 24 Uhr mit 1000 Kerzen - symbolisch für die 1000 Affen, die jedes Jahr bei Covance gequält und umgebracht werden. An diesem Tag gab es ebenfalls in der Innenstadt von Münster, Marienplatz, von 14 bis 20 Uhr einen Infostand mit Fackeln und Kerzen.

Tierversuche bei Covance in Münster

covance-rr1.jpg
Gemalt nach einem Foto aus dem Covance-Labor, © 2004 Regina Rau

Wir haben dich verlor'n
Ohnmacht, Trauer, Zorn
Ich versprech dir jetzt
Ich tu, was ich kann


COVANCE=
GEWALT
COVANCE=
HASSTIRADEN
COVANCE=
EXPERIMENTE
COVANCE=
ILLEGALES?
COVANCE=
EINZELHAFT

Jedes Jahr leiden und sterben bis zu 10000 nicht-menschliche Primaten (Affen) in Laborexperimenten in Europa. Sie werden hauptsächlich eingesetzt, um die »Sicherheit« pharmazeutischer und anderer chemischer Produkte zu testen. Außerdem werden sie in der Produktion und Qualitätskontrolle von Impfungen (einschließlich neuronaler Testung von Polio-Impfungen), Zahnmaterialien und in der biologischen Grundlagenforschung benutzt.

Nach der aktuellsten EU-Statistik aus dem Jahre 1999 waren England und Frankreich die größten Verbraucher von Labor-Affen (35% bzw. 25% der gesamten EU-weiten Affenexperimente). In Deutschland war ein Anstieg um 21% zu verzeichnen, womit die BRD zum drittgrößten Verbraucher von Laboraffen (23% aller Tierversuche in der EU) wurde.

Fünf Monate lang arbeitete ein Aktivist der BUAV (British Union for the Abolition of Vivisection - Britische Vereinigung zur Abschaffung von Tierversuchen) namens »Markus« als Laborassistent bei dem Unternehmen Covance in Münster. Dieses Labor testet fast ausschließlich an nicht-menschlichen Primaten. Es besitzt annähernd 2000 Makaken-Affen (Macaca mulatta), Langschwanz-Makaken (Macaca fasicularis) und gewöhnliche Weißbüschelaffen (Callithrix jacchus) zur Testung von Toxizität.

Diese Covance-Niederlassung ist wahrscheinlich einer der größten Verbraucher von nicht-menschlichen Primaten für Tierversuche in ganz Europa.

Markus war hauptsächlich für die Makaken zuständig (welche aus Mauritius, China und Vietnam importiert werden) und wurde dabei Zeuge der Qualen, welche die Affen (darunter auch hochschwangere Weibchen) durch die abscheulichen pharmazeutischen Toxizitäts-Testreihen Tag für Tag erleiden.

Es war eine zermürbende Herausforderung für ihn, in eine Welt einzutauchen, wo Tiere mit herzloser Gleichgültigkeit behandelt, von den Mitarbeitern gequält, voneinander getrennt, isoliert in kalten Käfigen gehalten und gewaltsam mit Pharmaka vollgepumpt werden, bis sie schließlich sterben.

Die deutsche Filiale ist Teil der ausgedehnten weltweiten Geschäfte von Covance. Mit Niederlassungen in 18 Ländern hat die Firma über 6900 Angestellte und behauptet von sich selbst, »weltweit führend in der Sicherheits-Testung« und »eine der weltgrößten und umfassendsten Zulieferer zur Entwicklung von Arzneimitteln« zu sein. 2002 betrugen die Einnahmen 883 Millionen US-Dollar. Zu den Kunden zählen die 50 größten pharmazeutischen und biotechnologischen Unternehmen der Welt.

Weltweit bietet Covance jede erdenkliche Methode zur Vergiftung von Tieren an. Beim Lesen der Liste der »Angebote« wird einem übel. Sie beinhaltet akute, teil-chronische und chronische Vergiftung, Vermehrungs-Toxikologie, Neurotoxizität und sogenannte »Spezialangebote«, wie Inhalations-Vergiftung, Primaten-Vergiftung, permanente Infusions-Studien und Augen-Vergiftungs-Studien.

Aus dem Tagebuch des eingeschleusten Journalisten ######### #####:

»Die Neuankömmlinge wurden ins Labor gebracht. Sie waren zu sechst oder acht in einem Käfig. Sie waren extrem verängstigt. Man konnte deutlich die Panik in ihren Augen sehen. Sie hielten sich verzweifelt aneinander fest und schrien laut auf, als sie mit Gewalt einer nach dem anderen aus dem Käfig gezerrt wurden. Manchmal wehrten sie sich so sehr, dass die Käfigtür beim Herausholen zuschlug und dabei ihre Schwänze abtrennte.

Der gesamte Ablauf war wie am Fließband. Als erstes wurden die Affen narkotisiert und auf ihrer Brust tätowiert. Dann wurde ihr Bauch aufgeschnitten und eine Endoskop mit einer Kamera-Linse eingeführt, um die inneren Organe zu untersuchen. Es wurden keine Schmerzmittel verabreicht, ehe die Tiere in einen kleinen Metall-Käfig kamen, der während der kommenden Wochen ihr Zuhause sein sollte.

Die Käfige bestanden aus blankem Metall. Langsam wachten die Affen aus ihrer Narkose auf. Oftmals taumelten sie umher, wurden wieder ohnmächtig und brachen zusammen, wobei sie ihre Köpfe an den Metallgittern aufschlugen. Sie erwachten unter der lauten Musik und dem Rufen der Mitarbeiter. Durch ihre Todesangst gerieten die Affen in einen Schockzustand und saßen bewegungslos und still in ihrem winzigen Gefängnis. Dieses wurde nun zu ihrer Hölle.

Ich empfand die Arbeit in der Abteilung für Vermehrungs-Toxizität als extrem belastend. Die Abteilung war voller schwangerer Weibchen und Müttern mit ihren Kindern. Die Käfige waren ebenso leer wie die der anderen Affen. Die Babies wurden regelmäßig gewaltsam von ihren Müttern getrennt, um gewogen zu werden und die Blutwerte zu bestimmen. Die Mütter versuchten verzweifelt, ihre Jungen zu beschützen, schrien laut auf und warfen sich gegen die Käfigwände. Es war wirklich schmerzhaft, die Verzweiflung in den Augen der Mütter zu sehen, während sie gegen das Unausweichliche kämpften. Zwei Laborassistenten rissen Mutter und Kind buchstäblich auseinander, indem sie an ihren Schwänzen und Armen zogen.

Jeden Tag wurden Hunderte von Affen mit Testsubstanzen behandelt. Einmal beobachtete ich, wie die anderen Assistenten herumstanden, lachten und Witze machten und mit den Forschern redeten, während sie einem Affen nach dem anderen die Substanzen verabreichten. Im Hintergrund war die Musik laut aufgedreht. Ein Affe wiedersetzte sich, woraufhin der Assistent aggressiv wurde und den Affen schüttelte, welcher laut aufschrie. Die Untersucherin hatte Probleme damit, die Röhre den Hals des Affen hinunterzuschieben. Sie plauderte mit den Assistenten und bewegte sich zur Musik. Der Assistent, welcher das Tier festhielt, begann, es im Rhythmus der Musik aus dem Radio zu bewegen. Schließlich gelang es ihr, die Röhre tief genug hineinzuschieben und das Mittel in den Magen zu pumpen. Der Affe schien in einen Schockzustand zu verfallen und hörte auf, sich zu wehren. Nur in seinen Augen war Angst und Panik zu erkennen. Nach der Verabreichung des Mittels warf der Assistent, der den Affen nur in einer Hand hielt, das Tier buchstäblich zurück in dessen Käfig, wodurch die Tür laut zuknallte.«

© 2003 Text: covancesucks.com, BUAV (beide Offline durch Covance)
© 2004 der deutschen Übersetzung: P. Novak P. Novak und O. Prygotzki O. Prygotzki für tierversuchsgegner.org

covance-rr4-high.jpg
Gemalt nach einem Foto aus einem Tierversuchslabor, © 2004 Regina Rau

Covance ist ein Symptom einer kranken Gesellschaft, die Tierversuche zuläßt und auch finanziert, weil sie an deren Nutzen glaubt.

Wir sagen deutlich: Die Ergebnisse aus Tierversuchen sind wertlos! Niemand wird gesund durch Tierversuche!

Wir fordern die Gesellschaft auf zum sofortigen, ausnahmslosen, ersatzlosen und bedingungslosen gesetzlichen Verbot aller Tierversuche!

Wir wollen Frieden: Laßt die Tiere geh’n!

Danach werden wir Zeuge einer Renaissance von Kultur, Wissenschaft und Humanismus, einer Blütezeit sondergleichen - auf dem Weg zu einer wahrhaft menschlichen Gesellschaft.

Foto- und Videomaterial

Videos

mpeglogo.jpg Video (MPEG/QuickTime) der Tierversuche bei Covance in Münster

Eine Reihe von Internetseiten führt die Fotos und Videos aus dem Covance-Labor, eine Internetsuche nach Covance Undercover findet die meisten.


buav-video-cage.jpg

Video-Clip 1: Ein Affe versucht verzweifelt den Handschuhen der Hand des Assistenten auszuweichen. [Tierversuche bei Covance] (2,6 MB)

Video-Clip 2: Affen werden in Fixierstühlen gefesselt, während ihnen Substanzen langsam in ihren Blutkreislauf gepumpt werden. [Tierversuche bei Covance] (1,1 MB)

buav-video-chair.jpg

buav-video-dance.jpg

Video-Clip 3: Ein Assistent zwingt einen Affen zu Radiomusik zu tanzen, ein anderer benutzt die Hand eines narkotisierten Affens als Trommelstock, während ein anderer Assistent im Hintergrund tanzt und singt; bei anderer Gelegenheit läßt ein Assistent die Affen selbst während oraler Verabreichung von Pharmaka tanzen. [Tierversuche bei Covance] (3,4 MB)

Video-Clip 4: Tiere zeigen stereotypes Verhalten (Wiederholung immer gleicher Bewegungsabläufe) - ein klassisches Indiz für schwere geistige Störungen. [Tierversuche bei Covance] (963 kB)

buav-video-stereo.jpg

buav-video-struggle.jpg

Video-Clip 5: Ein Affe tritt um sich und wehrt sich, da er gezwungen wird, eine Schlundsonde zwecks Verabreichung von Pharmaka zu schlucken. [Tierversuche bei Covance (1,3 MB)

Video-Clip 6: Szenen aus dem Inneren [Tierversuche bei Covance (1 MB)

buav-video-title.jpg

© 2003 Text + Fotos: covancesucks.com, BUAV
© 2004 der deutschen Übersetzung: P. Novak P. Novak und O. Prygotzki O. Prygotzki für tierversuchsgegner.org

(vorübergehend entfernt aufgrund einer Einstweiligen Verfügung des Landgericht Münster, sobald diese aufgehoben wird, erscheinen die Videos wieder!)


Fotos der Tierversuche bei Covance Münster

(vorübergehend entfernt aufgrund einer Einstweiligen Verfügung des Landgericht Münster, sobald diese aufgehoben wird, erscheinen die Bilder wieder!)

Eine Reihe von Internetseiten führt die Fotos und Videos aus dem Covance-Labor, eine Internetsuche nach Covance Undercover findet die meisten.

ZDF/Frontal21 über die Tierversuche bei Covance in Münster

Update 9.3.2004: Alle Seiten von ZDF/Frontal21 zu Covance sind OFFLINE! (»Leider ist die von Ihnen aufgerufene Seite zur Zeit nicht verfügbar.«)

Links

Siehe auch:


Berichterstattung von taz.de - die tageszeitung über Covance

Musterbriefe und Adressen

Bitte schreiben Sie Protestbriefe (Musterbrief) gegen COVANCE an folgende Behörden:

Staatsministerin Bärbel Höhn
Ministerium für Umwelt und Naturschutz,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz
des Landes Nordrhein-Westfalen
Schwannstr. 3
40476 Düsseldorf
e-Mail: poststelle@munlv.nrw.de

Regierungspräsident Dr. Jörg Twenhöven
Bezirksregierung Münster
Domplatz 1-3
48143 Münster
e-Mail: poststelle@bezreg-muenster.nrw.de



Helfershelfer

PR-Agentur von COVANCE: vom Hoff Kommunikation GmbH (Düsseldorf)

vom Hoff Kommunikation GmbH (Flash) ist die PR-Agentur von Covance. Tätigkeitsbereich der Agentur: »Investor Relations, Medienarbeit, Corporate Communications, Lobbying«. Kopf hoch, Kai vom Hoff, Bad News are Good News!

vom Hoff Kommunikation GmbH
Prinz-Georg-Str. 104
40479 Düsseldorf
T: +49 (0) 211 / 515 805 -0
F: +49 (0) 211 / 515 805 -55
e: info@vomhoff.de


Anwaltskanzlei von COVANCE: Houthoff Buruma (Amsterdam)

HOUTHOFF BURUMA
ADVOCATEN NOTARISSEN BELASTINGADVISEURES
Postbus 75505
NL-1070 AM Amsterdam
Parnassusweg 126
NL-1076 AT Amsterdam

Thomas de Weerd
Advocaat
T +31 20 577 2361
F +31 20 577 2706
E t.de.weerd@houthoff.com

Am 23.1.2004 schrieb Thomas J.M. de Weerd von HOUTHOFF BURUMA an unseren Provider:

I further formally request you to remove the page containing our name and contact details (http://www.tierversuchsgegner.org/Covance-Muenster/) as well. Our firm will hold Pair Networks liable for any damage resulting from the publication of the abovementioned letter and contact details. If the letter and contact details are not removed immediately, we will consider taking appropriate legal action to have it removed.


Anwaltskanzlei von COVANCE: ARCON Rechtsanwälte schmidt-sibeth heisse weisskopf kursawe (Köln)

ARCON Rechtsanwälte schmidt-sibeth heisse weisskopf kursawe zählen zu den wichtigen deutschen Wirtschaftskanzleien. Sie sind an sieben Standorten in Deutschland sowie in Brüssel vertreten und beraten namhafte nationale und internationale Unternehmen vom Mittelstand bis hin zum DAX-notierten Großunternehmen.

ARCON Rechtsanwälte schmidt-sibeth heisse weisskopf kursawe
Spichernstraße 75-77
D-50672 Köln
tel: 0221-390710
fax: 0221-3907129
email: cologne@arcon-net.com


Anwaltskanzlei von COVANCE: Pestalozzi Lachenal Patry (Zürich)

Pestalozzi Lachenal Patry is one of the best-qualified, independent Swiss law firms. Our capital is our longstanding tradition, the trust of our international clients as well as the summation of our knowledge and experience. We are a partner-led organisation and believe our name to be a brand for above-average performance.

Pestalozzi Lachenal Patry
Dr. Peter A. Pestalozzi, Clara-Ann Gordon
Löwenstrasse 1
CH-8001 Zürich
Tel.: +41 1 217 91 11
Fax: +41 1 217 92 17
E-Mail: zrh@plplaw.ch



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