COVANCE verbietet Fotos der Tierversuche, 20.1.2004; HOUTHOFF BURUMA, 23.1.2004
Aus Tierversuchsgegner
Inhaltsverzeichnis |
COVANCE scheut die öffentliche Auseinandersetzung und fordert Webhoster Covance-kritischer Webseiten durch ihre Anwaltskanzlei HOUTHOFF BURUMA auf, alle Tierversuchsfotos zu löschen.
| Mitten unter uns: Tierversuche bei Covance in Münster | ||||
| COVANCE= GEWALT | COVANCE= HASSTIRADEN | COVANCE= EXPERIMENTE | COVANCE= ILLEGALES? | COVANCE= EINZELHAFT |
| Niemand soll es sehen: [http://www.tierversuchsgegner.org/Covance-Muenster/ Tierversuche bei COVANCE in Münster http://www.tierversuchsgegner.org/Covance-Muenster/covance-11a.jpg |
Die Covance Laboratories GmbH aus Münster haben ein Problem: Der Journalist ######### ##### hat sich als Hilfskraft anstellen lassen und der Öffentlichkeit unglaubliche Einblicke in den schockierenden Alltag eines Tierversuchslabors ermöglicht; das ZDF sendete das under cover aufgenommene Bildmaterial am 9.12.2003 im Magazin Frontal21.
Covance will ihr Problem nun auf dem Rechtsweg aus der Welt schaffen. Deren Anwaltskanzlei HOUTHOFF BURUMA (Amsterdam) schickte dem Webhoster (!) der Anti-Covance-Webseite covancesucks.com am 19.1.2004 die Aufforderung, alle Bilder und Videos zu löschen, die die grausamen und zynischen Tierversuche an Primaten (Menschenaffen) bei Covance zeigen.
Das gelöschte Schreiben ist bis auf weiteres noch im Cache
cache:http://www.tierversuchsgegner.org/Covance-Muenster/20040120-covance.html
HOUTHOFF BURUMA forderte unseren Provider am 23.1.2004 zur Sperrung der Seite /Covance-Muenster/20040120-covance.html auf, auf der das ganze Schreiben von HOUTHOFF BURUMA an den Internetprovider von covancesucks.com dokumentiert war. Unser Provider schrieb uns:
We have recently received a notice of copyright infringement regarding materials hosted on your account. The e-mail portion of this notice is included below. As we have also received a FAX copy that was in compliance with the requirements of the Digital Millennium Copyright Act, pair Networks is required to remove the materials in question. The files in question which have been blocked from public access in your account are as follows:
http://www.tierversuchsgegner.org/Covance-Muenster/20040120-covance.html
http://www.tierversuchsgegner.org/Covance-Muenster/KaletonInternet(19Jan04).pdf
Dieser Forderung von HOUTHOFF BURUMA kam unser Provider nach. Aus diesem Grund fehlt das Schreiben an dieser Stelle.
- Hier war der Link zu einem PDF: HOUTHOFF BURUMA, die Anwaltskanzlei von Covance, fordert ISP/Webhoster von covancesucks.com zur Entfernung der Covance-Fotos und Videos auf (englisch/english, 390 kB)
- verschiedene Einstweilige Verfügungen des Landgerichts Münster, auf Antrag von Covance (german/deutsch, 500 kB)
Anti-Covance-Seiten offline
Mehrere internationale Anti-Covance-Seiten sind bereits offline (Stand 22.1.2004):
- buav.org/covance/
--> »We're sorry but Covance doesn't want you to see the harrowing evidence our BUAV investigator filmed inside its primate lab. Due to pressure exerted by Covance on our internet service provider we've had to temporarily remove this site, but it will be reinstated as soon as possible because we believe the public has a right to see the sort of suffering the primates at Covance are subjected to.« - covancesucks.com
--> hat keinen eigenen Inhalt mehr, verlinkt nur noch auf SHAC.NET, eine der wenigen Websites, wo noch Covance-Photos und Videos aufliegen.
Mehrere deutschsprache Anti-Covance-Seiten sind bereits offline (Stand 23.1.2004):
- tierversuche-abschaffen.de
--> Fotos und Videos wurden entfernt - covance.de
--> 400: Bad Request - tierbildarchiv.de
--> »Die Firma Covance hat verfügt, dass wir unsere Seiten vorübergehend aus dem Netz nehmen müssen.« - come.to/covance
--> »Entschuldigung, aber diese Webseite existiert nicht mehr.« - voice-magazin.de/covance/
--> Fotos wurden »vorsorglich« entfernt - einsatz-gegen-tierversuche.de
--> 400: Bad Request
Pressemitteilung von tierrechte.de, 19. Januar 2004
Fall Tierversuchslabor Covance:
Tierrechtler fechten Gerichtsverfügungen an
Per einstweiliger Verfügungen durch das Landgericht Münster hat das Tierversuchslabor Covance, das durch tierquälerischen Umgang mit seinen Affen in den Medien Schlagzeilen machte, die Verbreitung der Filmaufnahmen aus dem Labor verbieten lassen. Die hiervon betroffenen Tierrechtler wehren sich und erhoben dagegen Widerspruch. Prozessanwälte sind Dr. Eisenhart von Loeper, Vorsitzender des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte, und Dr. Konstantin Leondarakis LL.M.
Die Verbotsverfügungen ergingen an den Journalisten ######### #####, der die Missstände monatelang gefilmt und veröffentlicht hatte, an die »Münsteraner Initiative für Tierrechte e.V.« sowie an den Hamburger Tierrechtsverein »die tierbefreier e.V.«. Die beiden Gruppen setzten das Bildmaterial bei öffentlichen Protestveranstaltungen ein. Gemäß Beschluss des Landgerichts Münsters hat der Journalist, weil er die Aufnahmen undercover gemacht hatte, die Bilder rechtswidrig erlangt. Das Gericht sieht darin einen Eingriff in den Gewerbebetrieb, der mit dem Grundrecht der Meinungsfreiheit nicht zu rechtfertigen sei.
»Unhaltbar«, kontert Dr. jur. Eisenhart von Loeper, Vorsitzender des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte »Denn die Grundrechte der Informations- und Meinungsfreiheit sind für unsere Demokratie unverzichtbar und nicht mit reinen Wirtschafts- und Geheimhaltungsinteressen der Betreiber des Tierversuchslabors auszuschalten«. Von Loeper vertritt als Rechtsanwalt die Münsteraner Initiative in dem am 4. Februar anstehenden Prozess über die Rechtmäßigkeit der Verbotsverfügungen. Er hält eine Korrektur der Gerichtsentscheidung schon aus verfassungsrechtlichen Gründen für unabweisbar.
»Es ist nicht hinnehmbar, dass die Firma Covance durch bestellte parteiische Gutachter die kritischen Filmszenen vertuschen und die öffentliche Diskussion abwürgen will«, protestiert von Loeper. Unabhängige Sachverständige hätten bereits bestätigt, dass der brutale und würdelose Umgang mit den Affen im Labor tierschutzwidrig sei und hier eingeschritten werden müsse. Die Öffentlichkeit könne der Wahrheit wegen nicht auf jene Fakten verzichten, die sich aus dem vorliegenden Filmmaterial ergeben. »Wir Anwälte der zurzeit drei mundtot gemachten Prozessparteien werden alles daran setzen, dass Covance sich hier nicht mit all seiner Macht aus dem Tierschutz-Skandal schleichen kann«, ergänzt Dr. Konstantin Leondarakis, der den Journalisten ######### ##### vertritt.
Kontakt:
Dr. jur. Eisenhart von Loeper, Tel.: 07452 - 4995
Quelle: Pressemitteilung von tierrechte.de zu Covance, 19.1.2004
